Winter Döbel Finesse

 

Es gibt ja Leute die steif und fest behaupten, dass man Döbel nur mit Naturködern fangen kann und dass sich die Winterfischerei sowieso nicht lohnt und man in der frostigen Jahreszeit besser Zuhause bleiben soll...Wir sehen das natürlich anders und haben uns trotz Kälte aufgemacht um am Lago Maggiore den Chubs auf den Zahn zu fühlen. Wie wir dabei vorgegangen sind und welches Tackle wir dabei verwendeten, wird in diesem Bericht beschrieben.

 

 Spots

 Das Aufspüren der Zielfische war mal der erste Schritt bei unserem Vorhaben. Mit Polbrillen ausgerüstet konzentrierten wir unsere Suche auf menschliche Strukturen wie Häfen, Uferverbauungen, EW-Stollen u.s.w. Auch Bacheinläufe und natürliche Hindernisse wurden in die Suche miteinbezogen, die allerbesten Spots waren und sind aber die Orte wo Menschen massenweise hartes Brot entsorgen und ihr Gewissen damit aufmöbeln etwas gutes für die Wasservögel zu tun. Alles in allem hat wir schnell mal ein paar Trupps Chubs lokalisiert und sogar zwei Orte gefunden wo so um die 50 Fische zusammen standen.

 

 

Tackle

 Wir fischten mit leichten sensiblen Spinnruten bis max. 12 Gramm W.G und Rollen der 2000 er Klasse.

 Die geflochtene Hauptschnur dünn, 8lbs ermöglichte uns auch Microjigs von 2-3 Gramm auf ansehnliche weiten zu werfen. Als Vorfach verwendeten wir eine FC der 6 lbs Stärke das gut und gerne 4 Meter lang sein sollte. An kurzen Vorfächern wurden die Köder nicht genommen, wir denken dass die Döbel dabei die nicht transparente Geflochtene misstrauisch machte.

 

 

Jigs und Trailer

 Zum Einsatz kamen Skirtet Jigs oder Jigheads von 1-7 Gramm, Tiemco, Keitech u.s.w. Sehr gut haben wir auch auf eine meiner Eigenkonstruktionen gefangen, ein japanischer Weedguard Jighead der mit finecut Skirts zu einem leichten Minijig modifiziert wurde.Trailer Grössen 2-3“, Easy Shiner 2“, AX Craw 2“, D`Tail 3“ Finesse Miki waren die Bringer, mein Kumpel Sam fing aber auch gut mit dem Little Spider den er an einem simplen VMC Jighead von 5 Gramm präsentierte. Auffällig war das bei Windstille eher Trailer ohne Aktion bevorzugt wurden, wie z.B. der D`Tail von Daiwa oder der Finesse Miki von Damiki. Bei Wind hingegen wurden die scheuen Kerle eher etwas unvorsichtiger und nahmen sehr gerne Köder die ordentlich Druck machten.

 

 Taktik

 Die Fische mal gefunden, waren sie aber noch lange nicht gefangen, auch wenn das Tackle und der Köder perfekt stimmte. Es gab da einige Sachen auf die man achten musste.

  1. Sich nicht sehen lassen, Döbel sehen sehr gut und sind von Natur aus misstrauisch.

  2. Kein Plop !! Leises Ködereintauchen und weites Überwerfen ist zwingend, am besten auch nicht direkt über die Fische werfen.

  3. Mal die Aufmerksamkeit der Döbel erregt, sollte man tunlichst verhindern dass sie vor dem Biss in die Schnur schwimmen, denn sonst sind sie weg. Dies ist nicht immer einfach, vor allem wenn es windig ist, nach dem Ankommen des Köders auf dem Grund eine Weile warten, damit sich das Vorfach auf den Grund legt und dann langsam mit dem Rutenspitz über dem Wasser den Jig rein hüpfen lassen, bringt aber Abhilfe gegen unerwünschten vorzeitigen Schnurkontakt.

 

4...5.....und 6.... gibt es natürlich auch noch, aber diese Punkte verraten wir euch nicht, die müsst ihr schon selber am Wasser herausfinden. Ein wenig Basiswissen habt ihr jetzt ja schon. Ich wünsche euch viel Spass und tl beim Winter Döbel Fischen.