Field Reports 2017

In dieser Rubrik kriegt ihr einen Einblick in den Fischereialltag unserer Team Angler oder unserer Field Reporter.

Aktuelle Fänge, Zielfischverwechslungen und Schneidergeschichten sind hier das Thema.

Viel Spass bei  Field Reports.

 

Möchtest du Spin & Cast Europa  Field Reporter werden? Dann melde dich bitte hier.


Von Cranks, Chubs und Pikes

Ricci Gerber 26.11.2017

Nachdem gestrigen Telefonat mit meinem Kumpel Sam haben wir zum x-ten Mal den lang geplanten Bootstrip verschoben und warten weiter auf ein Weekend mit ein wenig weniger als 40kmh Wind...

Trotzdem wollten wir aber ein wenig raus und heute Morgen ging es an den Lago M. Ehrlich gesagt ging es mir mehr darum Sam meine neue Hechtpeitsche und die neuen Cranks zu zeigen, die in den letzten Tagen im Hause Ricci angekommen sind, als um die Fischerei ;-)

Ok, die Cranks laufen toll und die Döbel waren auch rege an ihnen interessiert, aber schlussendlich schnappte keiner zu. Langer Reden kurzer Sinn, nach 2 Stunden hatten wir vom starken Wind die Nase voll und wir wollten uns in einer warmen Bar ein Panino einverleiben.

Auf dem Rückweg, (Achtung jetzt kommt es) noch schnell die Technium zur Hand und einen Wurf zwischen die Pfeiler eines Hafens. Der Köder hatte nicht genug Zeit am Grund anzukommen, hatte ich schon eine prächtige Hechtdame am Kabel. Was für ein Glück!!! Sam reagierte super und kletterte flink über den Stegaufbau hinunter zum See, wo er furchtlos nach 3 Minuten Drill die wunderschön gezeichnete Pikelady handlandete. Grazie mille Samuele !!!!   

Gruss und tight lines Ricci Gerber

Neue Rute neues Glück

Ricci Gerber 11.11.2017 Maggiore Lake

Drei Tage mit Grippe im Bett und zuhause eine brandneue Shimano Technium rumliegen zu haben, war definitiv zu viel für mich. Deshalb ging es heute kurz an den See um die Wurf-Performance zu testen ....würde ein Pro schreiben ;-)

Testurteil: das Teil wirft sich gut, und über die Drilleigenschaften kann ich mich auch nicht beklagen...

Setup:

Rute: Shimano Technium 2,18  50-170g

Rolle: Abu Garcia Revo Torro NaCI

Köder: SG Burbot 26cm

 

 

Gruss und tl Ricci

Herbstzeit ist Barsch Zeit

Patrick Schwegler 29.10.2017, Schweiz

Hallo liebe Fischerfreunde, es war wieder mal ein grandioser Herbst.  Mein Ziel dieses Jahr war den Meter-Hecht zu fangen und 

nebenbei ein bisschen Barsche zu angeln.

 

Obwohl in diesem Jahr das Ziel klar definiert war und ich den kapitalen Hecht jagen wollte, überbot ich 3 Mal dieses Jahr meinen Personal Best in Sachen Barsch. 46cm war der grösste Stachelritter in diesem Jahr.

Meine Köderbox ist eigentlich sehr gut bestückt, jedoch wollten nur die kleinen Barsche auf meine Wobbler beissen.

 Also griff ich noch ein bisschen tiefer in meine Trickkiste und montierte Spinner von Mepps in verschiedensten Grössen, Farben und Formen.

Die grossen Egli haben meistens 2 Meter über Grund gebissen. Ein riesen Spass beim Drill, sehr kampfstark und man wusste nie ob plötzlich auch ein Hecht eingestiegen ist.

 

 

 

Ich setzte einen toten Köderfisch der ca 25-30cm lang war an meine Schwimmermontage und setzte diese auf 4 Meter Tiefe. Mein Kollege und ich fischten ein weiter bisschen auf Barsche und hatten den Schwimmer ein wenig vergessen. Plötzlich ruft mein Freund das meine Pose nicht mehr zu sehen ist. Ich glaubte Ihm anfangs nicht so ganz weil er sich schon des Öfteren einen kleinen Scherz erlaubt hatte.

Ich warf einen kurzen Blick in den Hafen und konnte meinen Schwimmer tatsächlich nicht finden. Ich nahm meine Rute in die Hand atmete noch einmal tief durch und schlug hart an. Der Hecht hat schon etwa 10 Meter Schnur genommen Ich merkte sofort das es sich hierbei um keinen kleinen Hecht handeln konnte.

Die Kampfbremse meiner Torro Beast war super auf die dicke Mutti eingestellt. Ich war derart voller Adrenalin, dass ich kann nicht einmal sagen kann wie lange es gedauert hat bis ich dieses Foto machen konnte. Aber als ich sie dann endlich sah drehten mein Freund Beni und ich komplett durch. Beni holte den Feumer und es war Tatsache das ich mein Jahresziel erreicht hatte.

Nach diesem Foto durfte diese Mutti wieder in die Freiheit schwimmen.

 

Danke fürs lesen und bis zum nächsten Beitrag.

Patrick Schwegler

Tannensee, by Chrigi

Christoph Henggeler 07.10.2017 Tannensee

Ich liebe es, wenn mein Plan aufgeht.
Doch zuerst Alles der Reihe nach. Nach euren Tipps ging ich am Donnerstagabend auf Shoppingtour in den Zebco in Wetzikon. Löffel, Streamer, Spinner, Gummifische und sogar eine neue Rute wurde gekauft. Nun war ich vollkommen ausgerüstet für die langersehnte Tannenseetour am Sonntag. Nach nur 3h Schlaf klingelte der Wecker um 03:45. Hätte ich doch nicht an den Fussballmatch nach Basel fahren sollen? Hätte ich besser kein Bier getrunken? Janu, ist jetzt auch zu spät. Etwas verpennt bereitete ich mein Essen für den Tag vor und packte alle meine Sachen. Ich wollte gerade mein Gepäck ins Auto laden und das Velo hinten auf dem Veloträger montieren, als es wie gestört zu regnen begann. Etwas verspätet kam ich um 04:40 bei meinem Kollegen an. In Kerns machten wir einen Fahrerwechsel. Ich wollte bei dieser Gelegenheit mein erstes Sandwich essen und etwas trinken. Dann der grosse Schock. Ich Affe hab tatsächlich zu Hause meinen Rucksack mit sämtlichen Ködern, Terminal Tackle, Poolbrille, Regenhose und Essen vor dem Haus stehen lassen, nachdem ich das Velo festgemacht habe. Wie blöd muss man sein. Als dann nach das Thermometer nach der Barriere auf der Passstrasse 8 Grad anzeigte und es ordentlich zu regnen begann, wäre ich am liebsten zurück nach Hause ins warme Bett.

 

 

Laut Regenradar sollte das Gewitter kurz vor 7 durchgezogen sein. So war es auch und wir machten uns nach dem Patentholen auf Richtung Tannensee. Kann ich übrigens jedem empfehlen mit dem Velo raufzudüsen. Wir konnten so diverse andere Fischer überholen und waren ausser ein paar zeltenden Jugendlichen die ersten Fischer am See. Wir entschieden uns zuerst sämtlichen Einläufe zu befischen. Das Wetter war noch relativ ungemütlich mit leichtem Regen und giftigem Wind. Dazu war es arschkalt. Zum Glück habe ich mich schön warm angezogen. Ich probierte zuerst mit dem Meps etwas zu fangen. Da nichts biss, montierte ich einen weissen 2“ Oneupshad am 7g Jighead. Ich musste mich noch ein wenig an die neue Rute gewöhnen, als auch schon etwas am anderen Ende hing. Der Biss fühlte sich ganz und gar nicht nach einem an. Nach wenigen Kurbelumdrehungen kam ein riesen Teil die Kante hoch und noch bevor der Fisch sich gross wehren konnte, war er auch schon im Feumer. Fuck Yeah, das fängt ja gut an. Mit 58cm knapp an den angepeilten 60cm vorbei, doch das war mir in dem Moment sowas von egal. Alles was jetzt noch kommt, wäre ohnehin nur noch Zugabe für mich, dachte ich mir.

Mittlerweile waren zwei weitere Fischer beim Einlauf angekommen und fragten ob sie die andere Seite befischen dürften. Wir sagten natürlich ja und gingen direkt zuhinterst an den Haupteinlauf. Wir hofften dort einige Saiblinge zu fangen. Mein Kollege war zwei Wochen zuvor schon Mal oben und berichtete von fetten Fischen bis 70cm beim Einlauf. Aufgrund des schlechten Wetters und der Wellen sahen wir weder irgendwas, noch hatten wir Kontakt. Zwischendurch schneite es sogar kurz.
Etwas betrübt gingen wir zurück, da wir die zwei kleinen Zuflüsse in der Mitte des Sees befischen wollten. Beim Einen sahen wir immerhin ein paar 35er Saiblinge, die natürlich nicht beissen wollten. Nun blieb uns noch die Staumauer, welche ja bekanntlich ein Hotspot sein soll. Am Anfang der Mauer gab es die obligate Kontrolle vom Aufseher, welcher meinte, so ein Namaycush fange man hier nicht alle Tage...
Wir liefen die Staumauer auf und ab und konnten tatsächlich ab und zu Silhouetten von ziemlich anständigen Fischen sehen. Ich hatte mittlerweile auf den 80er Wander umgestellt. Gab immerhin ab und zu einen Nachläufer. Dann warf ich anstatt in den See hinaus entlang der Staumauer. Als der Köder nur noch einige Meter vor mir war, bekam ich einen Riesenbiss. Ich sah den 60+ Kanuki noch einige Sekunden vor mir stehen, bis er langsam wieder zurück in die Tiefe schwamm. Das wäre er gewesen.  Ich regte mich tierisch auf und wechselte wieder zurück auf den weissen Gufi. Dies war die richtige Entscheidung und schon bald bekam ich den nächsten Biss. Wieder 50up. So langsam merkte ich, was hier eigentlich möglich sein könnte. Auch das Wetter wurde immer besser, sogar die Sonne zeigte sich jetzt. Das spielte uns natürlich in die Karten, da man die Fische viel besser sah und anwerfen konnte. Doch wie es halt so ist, Fische die man sieht fängt man nicht.
Nach zig erfolglosen Versuchen sticht plötzlich einer der grossen Kanadier voll auf mein Köder und attackiert ihn ein halbes Dutzend Mal. Interessant war, dass der Fisch den Köder direkt auf dem Grund liegend gepackt hat. Der Anhieb sass und der Fisch zog ab wie eine Dampfwalze. Ich hatte Angst, die Rute würde nächstens brechen. Ich konnte gerade noch rechtzeitig die Bremse etwas öffnen. Bei der ersten Flucht wurden locker 10m genommen. Nach bangen Sekunden oder eher Minuten war der Fisch bereit zum Landen. Leider ist mein Kollege beim Feumern mit seinen Kampfstiefeln ausgerutscht und lag dann bis zum Bachnabel im kalten Tannensee. Ich konnte nicht mehr und musste laut loslachen.  Wenigstens konnte er den Fisch dann beim zweiten Versuch landen. Wieder 50up. Höchstens im Traum hatte ich mir diesen Fischertag genau so vorgestellt.

Weiterfischen konnte er in den nassen Kleidern natürlich unmöglich. Somit musste er in meinen langen Unterhosen weiterfischen. Was für ein Anblick....

Glücklicherweise konnte nun nach zwei Fehlbissen endlich den ersten Fisch drillen. Wenige Würfe später hatte schon der nächste Kanuki seinen Gufi geschnappt. 2x48cm für ihn.
Ich stellte mich neben ihn und warf weit in den See und jiggte das Mittelwasser ab. Ca. 15m vor dem Ufer gab es in der Absinkphase ein fettes Tock. Ganz knapp in der Oberlippe hing der Haken. Glück gehabt. 57cm!

Danach ging lange nichts mehr. Wir nahmen sämtliche Fische aus und wollten und auf dem Heimweg machen. Ungefähr in der Hälfte des Weges vom Abfluss zum Staumauerende sahen wir plötzlich wieder viele richtig grosse Kanadier am Ufer patrouillieren. Schon den ganzen Tag durch haben wir Fische von bis zu 70cm gesehen. Wir nahmen unsere bereits eingepackten Ruten wieder hervor und fischten nochmals eine Stunde den Damm ab. Schlussendlich gab es für jeden von uns nochmals einen Kanadier. Und zwar was für welche. Davids Kracher mass 63cm, meiner immerhin 60cm.

Wir erinnerten uns an die Worte des Aufsehers und fuhren zufrieden zum Auto zurück.
Ich liebe es, wenn mein Plan aufgeht.

Vom Geheim-Revier

Ricci Gerber 23.09.2017 "Geheimgewässer"

Bevor es morgen nach Sardinien geht, wollte ich kurz vor der Schonzeit noch einmal in meinem "geheimen" Forellenrevier auf die Pirsch gehen. Das Revier ist insofern geheim, da es von der Schweiz aus in 2,5 Stunden und von Italien aus, nur mit über 5 Stunden Marsch zu erreichen ist. Man braucht dort den italienischen Schein, besetzt wird nicht und generell ist man dort am Arsch der Welt. Trotzdem hat es dort einen tollen sich selbst erhaltenden Bachforellen-Bestand, wen wundert es? Auch ohne Besatz !!! 

-Wir leben in einer Zeit, wo man Unterschriften gegen synthetische Pestizide sammelt, trotzdem säuft jeder DOC Helispritz-Wein....

-In Foren und FB wird Nachhaltigkeit gepredigt, trotzdem wird gewormt, geschlachtet und ge(like)t was das Zeug hält....

- Zum Einkaufen benutzt (fast) jeder die Karre, auch wenn der Laden nur 5 Minuten entfernt ist....

u.s.w. u.s.w.

Aus diesen und vielen anderen Gründen, werde ich auch in Zukunft dafür schauen das solche Reviere "geheim" bleiben.

Nennt mich Egoist... 

Gruss und tl Ricci

Bass Blitz in Mexico

Jan Schellenberg 12.08.2017 Puebla Mexico

Von Anfang an war mir klar: Diese Ferien in Mexiko werden bestimmt keine Fischerferien. Es ging mehr darum, wieder einmal das Land zu besuchen, in dem ich geboren war, und alte Bekannte zu treffen. Mit meiner Schwester flog ich deshalb direkt zu Beginn der Sommerferien los, und da ich im Internet einen Ort in Puebla,  wo man fischen konnte, ausgemacht hatte, entschloss ich mich, eine Reisecombo und den einen oder anderen Köder mitzunehmen. Wie erwartet war das Programm dann sehr dicht, doch an einem Tag durfte ich tatsächlich an den von mir gewünschten Ort angeln gehen. Topmotiviert wachte ich also früh am Morgen auf, doch wie man die Mexikaner so kennt: sie liessen es ziemlich gemütlich angehen… Vor 13 Uhr war ich nicht am Wasser. Mit der ganzen Gruppe, die mich an dem Tag begleitete, machte ich die ersten Würfe, und es klappte auf Anhieb. Nach 2 Fehlbissen in den ersten 2 Würfen konnte ich beim dritten Wurf bereits meinen ersten Blackbass fangen. Dieser hatte zwar nur rund 20 cm, aber dennoch war es schön, eine weitere Fischart auf meiner ToDo-List abzuhaken.

Nach zwei weiteren Bass mit rund 35cm, die sich meinen zweiteiligen Rapala-Wobbler schnappten, sah ich direkt vor mir einige schöne Bluegill stehen. Da ich auch diese Fischart in dieser Färbung noch nie gefangen habe, befestigte ich schnell den kleinsten Köder, den ich überhaupt mit mir hatte, an mein Vorfach. Es war ein rund 3cm langer V-Tail Gummifisch am Tict Dart Jig. Kaum traf der Köder ins Wasser, stürzte sich aus dem nichts ein 40er Schwarzbarsch drauf. Hatte ich doch auf Bluegill geangelt… Doch sei`s drum, mit dem Bass war ich auch zufrieden.

Da auch der Dartjig auf Bass zu laufen schien, liess ich ihn gleich dran. Von einem umgefallenen Baum fischte ich vertikal, und plötzlich sah ich meinen Dartjig in einem grossen Maul verschwinden. Der Anschlag sass, und ein spannender Drill mit einigen Fluchten ins Unterholz begann, während ich balancierend vom Baumstamm in Richtung Ufer lief. Zum Glück verlief alles einwandfrei, und so konnte ich den wunderschönen 46er Schwarzbarsch sicher landen. Der winzige Dartjig sah in der riesigen Klappe des Bass zwar etwas fehl am Platz aus, doch ich schien die richtige Waffe gefunden zu haben. Ob die Bass einfach auf kleines Futter standen, oder die Darting Action noch nicht kannten, weiss ich nicht, aber es bissen Fische in allen Grössen darauf, während ich und auch andere Fischer auf Texas Big kaum Bisse verzeichnen konnten.

Nach knapp 3 Stunden mussten wir leider schon wieder gehen, da der gemietete Bus um 17 Uhr zurück sein musste. In diesen 3 Stunden jedoch erlebte ich eine traumhafte und hochfrequente Bassfischerei. Die Fische waren sehr schön und kampfstark, und dass meine Schwester und eine Freundin noch den ein oder anderen Livebiss filmen konnten, war umso schöner. Wer diese Aufnahmen sehen möchte, kann sich gerne folgendes Video anschauen.

Bis dahin euch allen ein dickes Petri Heil
Jan Schellenberg

Fishingcamp Hälle Schweden 2017

Patrick Schwegler 14.07.2017 Hälle Schweden

Letzen Monat ging es für eine Woche nach Schweden in das Hälle Fishingcamp. Vier hochmotivierte Fischer mit nur einem Ziel. Schöne Fische mit verschiedene Techniken fange und uns selber beweisen ob wir in Schweden auch gute Fänge erzielen können. 

 Nach 2 Stunden Flug kamen wir dann endlich in Oslo an. Dort angekommen warteten wir auf unser Mietauto.

v.l.n.r  Ich, Beni, Steff und Richi

 

Als wir nach 1.5 Stunden Autofahrt angekommen waren erwartete uns ein schönes kleines Häuschen, umgeben von Wald und noch viel wichtiger 50 Meter vom See entfernt. Fishingcamp Hälle. Auf los geht’s los.

 

Die ersten 2 Tage waren sehr harzig wir konnten fast keine Fische überlisten. Whisky und Bier wurden trotzdem mit Genuss getrunken.

 

Beni war wohl der Erste der ein Egli fangen konnte. Unzählige kamen später noch dazu. Nicht die grössten aber dafür sehr kampfstark, dasselbe gilt für die Hechte.

Zum guten Glück trafen wir eine Gruppe ältere Schweizer an, die uns Tipps gaben und einige gute Spots zeigten.

 

 

Der Erfolg lies nicht lange auf sich warten. In einer kleinen Bucht die am Ende eines Kanals lag der die zwei Seen verbindet probierte ich es. Ich warf mitten in die Bucht. Ich konnte nicht einmal kurbeln da zuckte es auch schon heftig in meiner Rute. Zuerst dachte ich es sei ein kleiner Hecht wie es öfters in diesen Ferien der Fall war. Doch dann sah ich dieses prachtvolle Egli. 40cm gross und eine wunderschöne Färbung. Die richtige Köderwahl war hier wohl Matchentscheidend. 

 

Nur gerade 1 Wurf und genau 2 Kurbelumdrehungen später knallte mir dieses dicke Ding rein. 

41 cm aber eine ganze Portion dicker.

Weisser Wobbler sind in diesem Brackwasser wohl heissbegehrt.

 

Dank Richi der auch bei uns in der Schweiz gezielt auf Zander Jagd macht, konnten wir in Schweden richtig gut fangen. Auf diesem Gebiet ist er der Fachmann.

 

Auch Beni konnte einige Zander überlisten. Einer von diesen ist dieses schöne Prachtstück. Ganz schöne Färbung und einfach ein tolles Bild.

 


Und zum guter Letzt noch mein erster Zander.  Unser Fazit von Schweden, fast jeder hat einen schönen Fisch gefangen. Es gab einige Hechte jedoch nichts grosses und vor allem nur als Beifang. Darum habe ich auch keine Hechte im Beitrag gepostet.

Ich kann Schweden nur weiterempfehlen, jedoch würde ich nächstes Mal im Juli oder August gehen. Juni ist eigentlich ok aber später würde wohl die Post noch ein bisschen mehr abgehen.

Danke fürs reinschauen

Gruss und Petri

Patrick Schwegler

 

 

Bassfever Padova

Christoph Henggeler 10.06.2017 Padova

Donnerstag 23:30. Das Auto wird geladen für eine weitere Tour Richtung Süden. Da Mantova dieses Jahr bis jetzt der absolute Reinfall war, beschlossen wir, wieder einmal nur den gierigen Grossmäulern nachzustellen. Kurz nach Mitternacht fuhren wir los und kamen um 06:00 am Pond an. Ein schöner See etwas ausserhalb von Vicenza, welcher mit dem F.I.P.S.A.S Patent befischt werden darf. Es musste jedoch noch eine Spinning-Tageskarte für 10 Euro gelöst werden. Leider kam der Dude erst um 07:00. Die Warterei war ohne eine Minute Schlaf natürlich doppelt so mühsam.
Das Wasser war sehr klar und die Fische extrem scheu. Nach einem Fehlbiss auf Buzzbait konnte ich einen halbstarken auf Jig fangen.

Wir umrundeten den ganzen See aber konnten keine Fische mehr fangen. Am Schluss hatte es ein Becken, welches durch 2 kleine Öffnungen mit dem Hauptsee verbuden war. Hier war das Wasser sehr trübe und es hatte jenste Bass. Bald hatte Michi(Salva93) einen guten dran, konnte ihn mit der UL-Rute aber nicht das steile Ufer hochlupfen. Leider hat der Bass bei einem Jump den Köder abgeschüttelt.

Andrin fing zum Schluss noch einen 40er Bass und es schwamm ihm ein Karpfen in den Jig rein...

Danach ging es weiter an den nächsten Pond. Hauptsächlich ein Karpfenpuff, jedoch mit vielen grossen Bass. Dort schwimmen abgesehen von den ganz Kleinen nur Fische von 45cm+ rum. Auch dieser See war wunderschön mit sehr klarem Wasser und extrem scheuen Fischen.
Schon nach wenigen Würfen hatte Michi einen guten mit ca 47/48cm am Band. Doch auch hier hatte er wieder extremes Pech und als wir gerade zur Landung ansetzen wollten, schüttelte der Bass den Köder beim letzten Sprung ab.
Da alle Bass, die man direkt anwarf sofort abhauten montierte ich mehr aus Jux ein Wacky-worm. Ich warf Richtung mitte See und schon beim Absinken biss zu meinem Erstaunen tatsächlich ein Bass an.

Wenig später sah ich im Cover am Ufer einen weiteren guten Bass stehen. Ich schlich mich wie ein Indianer ran und platzierte den Köder direkt vor dem Bass. Meine Taktik ging voll auf und der Bass saugte mein Worm direkt unter der Rutenspitze ein.

Erstaunlicherweise waren die Bass mega dünn. Ein leider weit verbreitetes Phänomen in Padua. Obwohl es eigentlich genügend Futterfische oder anderes Futter hat.
Wir zogen weiter zum nächsten Pond. Ein richtiges Puff. Ich fische aber immer gerne dort, den man fängt Fische wie blöd. Leider durften wir am Freitag aber nicht Spinnfischen da der Pond voller Tarnfarbaffen war, die auf ihre Muffmolche angesitzt haben.  Eigentlich darf man von Montag bis Freitag Spinnfischen, diesen Freitag war jedoch ein Feiertag in Italien wie wir später vernommen haben.
On to the next one. Etwas Anderes blieb uns ja nicht übrig. Letzte Station war ein Natursee ausserhalb von Padova. Ich war schon mehrmals dort, konnte aber noch nie wirklich viel fangen. Dieses Mal konnten wir die Götter scheinbar beschwören.
Ich konnte 4 Stück auf Buzzbait fangen. Genaue Würfe direkt ins Cover waren gefragt. Meine 2 Kollegen haben sich leider für die UL-Rute entschieden und waren dadurch natürlich im Nachteil und gingen dementsprechend leer aus.

Man beachte den Unterschied zwischen diesen beiden Fischen. Der Obere blass, abgemagert mit hängenden Flossen, der Untere eine wahre Beauty. kaum zu glauben, dass beide Fische aus dem selben See sind.

Um ca. 15:00 war es Zeit, endlich im Hotel einzuchecken. Habe mich selten so auf eine Dusche gefreut. Nach 2 Studen Schlafen machten Andrin und ich uns erneut auf zum See, der nur 5 Minuten weg vom Hotel lag. Michi konnte sich jedoch nicht mehr begeistern. Keine 10 Pferde konnten den Typ aus dem Bett holen...
Als wir ankamen waren die Fische scheinbar immernoch oder wieder in Beisslaune. Nach einigen Fehlbissen und Nachläufern hat ein weiterer 40+ mein Buzzbait direkt beim Aufprall genommen.

Danach war der Spuk vorbei obwohl wir eine Stunde vor Sonnenuntergang hatten. Hätten wohl früher gehen sollen....
Nach einem Schlummertrunk konnten wir endlich fett pennen. Am Samstag Morgen fuhren wir weiter nach Mailand wo wir gegen den Mittag am altekannten Honeyhole See ankamen. Das Thermometer zeigte 35 Grad an. Das schlug auch den Fischen aufs Gemüt und sie verzogen sich in die Tiefe. Für einen Klopper und ein paar Kleine hat es trotzdem gereicht.

Völlig verschwitzt, übermüdet und zerstört machten wir uns auf den Heimweg. Ciao Italia.

Lombardia Part 3

Christoph Henggeler 07.05.2017 Lombardia

Bereits zum dritten Mal dieses Jahr brachen wir erneut auf Richtung Süden um unseren schleimigen Freunden mit den Barteln nachzustellen. Nach 3 Tagen Dauerregen sollte es aufs Wochenende wieder etwas schöner werden. Eigentlich sollten die Welse durch den Regen richtig aktiv werden. Ein befreundeter Welsspezialist aus Ferrara meinte sogar, es könnte das beste Wochenende überhaupt werden in diesem Frühling…

Bevor wir aber in unserer finalen Destination Mantova ankamen, legten wir einen kleinen Zwischenhalt an einem coolen Pond etwas ausserhalb vom Stadtzentrum Mailand ein. Der kleine Weiher hat einen guten Bestand an Schwarzbarschen und Hechten, welche aber sehr vorsichtig sind.

Trotzdem gelang es Noel innerhalb einer Stunde 2 gute Fische auf die Schuppen zu legen:

 

 

Bei mir blieb es leider nur bei einigen Nachläufern. Nach weiteren 90 Minuten Fahrzeit kamen wir schliesslich in Mantova an. 

Schon bald hatte Noel den ersten Zander am Haken. Wir freuten uns auf ein fischreiches Wochenende. Vor genau einem Jahr haben wir schon richtig gut abgeräumt.  Aber wie so oft kam es anders als gedacht und wir hatten die nächsten 3 Stunden sowie den folgenden ganzen Tag KEINEN einzigen Biss. Soviel zum besten Wochenende…

 

So beschlossen wir kurzfristig wieder nach Mailand zu fahren, um wenigstens den Sonntag nochmals auf Bass fischen zu können. Dieser Plan ging gut auf, und wir konnten die ersten 3 Stunden einige 40+ fangen:

 

Am Sonntag brannte die Sonne wie gestört vom Himmel und wir konnten anfangs bloss einige müde Nachläufer verzeichnen. Dann begann ein wenig der Wind aufzuziehen und plötzlich bissen die Fische. So konnten wir schlussendlich trotzdem noch gegen die 10 Bass fangen. Davon 2 richtige Kisten. Noels Klopper konnte mit 51cm sogar die magische 50cm Marke knacken. Somit konnten wir das Wochenende trotzdem noch versöhnlich abschliessen.

 

Marmorata Adventures

Jan Schellenberg 28.04.2017 Norditalien

Endlich war es soweit, die Vorfreude hatte ein Ende! Ich konnte mich endlich auf den Weg Richtung Italien machen. Mit meinem Kollegen Elia wollte ich dort 5 Tage auf die seltene Marmorataforelle angeln. Mit viel Gepäck machte ich mich auf die Reise, sogar mein Velo musste mit. Mit zwei Combos und etlichen Hardbaits reiste ich quer durch die ganze Schweiz nach Italien, wo Elia eine Ferienwohnung besitzt, in der mir für 5 Nächte Asyl gewährt wurde. Erschöpft von der langen Reise (um 1 Uhr Nachts kam mein Zug am Ziel an…) beschlossen wir, am nächsten Tag erstmal auszuschlafen.

Am nächsten Tag galt es dann erstmal, ein Patent zu besorgen. Dies war schnell erledigt, und der Fischerladenbesitzer gab uns sogar noch den einen oder anderen Tipp mit. Leider windete es unterdessen schon so stark, dass wir das Fischen am Hauptfluss eigentlich vergessen konnten. Deshalb beschlossen wir, auf ein kleines Seitental auszuweichen, wo der Wind nicht so stark reindrückt. Das Bächlein war wunderschön, doch keine Fische machten sich bemerkbar… War vor uns schon jemand da? War das Wasser einfach noch zu kalt? Egal, war ja nix zu machen, und so entschieden wir uns, zu einem anderen Bächlein zu fahren. Dieses war sogar noch schöner, ein Bächlein wie aus dem Bilderbuch. Das Wasser war türkis gefärbt, tiefe Pools und flache Rieselstrecken wechselten sich ab.  Doch auch hier konnten wir fischen was wir wollten, ohne auch nur einen Biss zu verzeichnen. Nach einigen Kilometern ohne Fischkontakt gaben wir es auch an diesem Bächlein auf. Als wir wieder bei unseren Velos waren, bemerkten wir, dass es nicht mehr allzu stark windete.

Dies kam uns sehr gelegen, und wir entschlossen uns, die letzte Stunde noch am grossen Fluss zu fischen. Dies war gar keine so schlechte Idee, denn bereits nach 15 Minuten am Spot konnte ich einen Biss auf 7er Ryuki verzeichnen und kurz später glitt meine erste Marmorata überhaupt in den Kescher.  MIt rund 30cm zwar noch längst kein kapitales Exemplar, doch ich war überglücklich, mein Ziel für die Ferien bereits am ersten Tag abhaken zu können. Nach diesem erfolgreichen Start schliefen wir sehr gut ein, und die Motivation einen frühen Wecker zu stellen konnten wir auch nirgends finden…

Am nächsten Tag entschlossen wir, trotz starkem Wind bereits von Anfang an an den grossen Fluss zu gehen. Die Bedingungen waren mit kaltem, glasklarem Wasser, Sonne und viel Wind denkbar schlecht. Wir warfen und warfen ohne jegliche Aktion, und so liess unsere Konzentration auch mit der Zeit etwas nach. Und natürlich kam es, wie es kommen musste, ich hatte einen schönen Biss, den ich natürlich komplett verschlafen habe. Bis zum Abend hin hatte Elia noch einen Biss verzeichnen können, den er aber leider auch nicht verwerten konnte.

Auf dem Rückweg wollte ich unbedingt noch einmal einen Wurf machen an dem Spot, wo ich zuvor den Biss verpennt hatte. Und diesmal war ich konzentriert! Bereits beim ersten Wurf spürte ich einen Biss auf den Ryuki, und nach einem wilden Kampf mit einigen Sprüngen konnte ich eine wunderschöne 45er Marmorata feumern. Selbstverständlich wurde auch diese Schönheit nach kurzem Fototermin wieder in ihr Element entlassen, wie es sich meiner Meinung nach bei solch seltenen Fischen gehört.

Die nächsten beiden Tage sind dann schnell zusammengefasst. Wir blieben beide Schneider. Doch dies konnten wir durch die wirklich traumhafte Umgebung gut verkraften. Am letzten Tag beim Eindunkeln konnte Elia dann mit einem weissen Ryuki noch 3 schöne Bachforellen fangen, während ich den Schneider-Hattrick komplett machte…

Doch nichts desto trotz waren es traumhaft schöne Ferien! Mit einem guten Kollegen in einer traumhaften Umgebung auf solch bildschöne Fische zu angeln - was will man mehr?
Wenn ihr diese Ferien noch in bewegten Bildern sehen möchtet, schaut euch doch folgendes Video an:
P.S: (Achtung, Livebiss-Gefahr!)

Siluro lombardo zum Zweiten

Christoph Henggeler 25.04.2017. Canali della Lombardia

 

Bereits zum zweiten Mal dieses Jahr ging ich zusammen mit 3 Freunden nach Norditalien, vor allem um Welse zu fangen. Temperaturmässig war es jetzt eigentlich perfekt. Leider hat es jedoch seit 2 Monaten nicht mehr geregnet und die Wasserstände waren dementsprechend tief.

 

Das passte den Welsen überhaupt nicht. Ich konnte immerhin 2 Stück über einem Meter fangen. Meine Kollegen dagegen gingen leider leer aus…

Zander konnten wir auch kaum welche fangen und wenn, dann nur Kleine. Dies lag daran, dass sie mitten im Laichgeschäft sind. Zu allem Übel gab es einen Tag vor unserer Ankunft einen grossen Luftdruckabfall, was den Fischen die Mäuler endgültig vernagelt hat.

Trotzdem konnten wir hin und wieder ein paar Fische ins Trockene befördern. Im Grossen und Ganzen war es wie immer ein sehr gelungener und lustiger, wenn auch nicht sehr erholsamer Trip.

 

 

Wir bleiben dran und bald gibt es die nächste Tour.

Saluti und tl Chrigi

Auf Bachpirsch mit Talin und Nicola

Talin Engler 23.04.2017 Kanton Glarus

Da wir bei uns in Zürich kaum für jedermann zugängliche Bäche haben, wollten Talin und das Finesse Fishing Neumitglied Nicola einen Tagesausflug unternehmen um an Bächen den "Trutten" nachzustellen. Nach kurzem Rechercieren auf Google und Google Maps hatten wir einige schöne Wiesenbäche gefunden, die wir unbedingt befischen wollten. Um 5 Uhr morgens klingelte der Wecker und voller Vorfreude, aber noch etwas müde standen wir auf . Nach einem kurzem Frühstück ging es dann auch schon los und mit Bus und Bahn erreichten wir schliesslich unseren Zielort.

 

Nicola und Talin beim warten auf den Bus... Wie man sieht waren wir schon total heiss auf's Angeln.

Kurz nach dem Verlassen des Bahnhofes überquerten wir den ersten Bach und konnten uns natürlich ein paar Würfe nicht verkneifen...

Die Bachforellen waren in Beisslaune und wir konnten auf Anhieb einige Exemplare mit kleinen Minnows überlisten. Dank dieser guten Frequenz war unsere Laune entsprechend gut. Allerdings waren keine Riesen dabei, was aber in einem so seichten, kleinen Wiesenbach und den zu tiefen Schonmassen auch nicht verwunderlich war.

 

Nicola im Drill mit einer Forelle.
Danach entschlossen wir uns für einen Gewässerwechsel an einen deutlich grösseren Wiesenbach mit der Hoffnung auch noch eine etwas grössere Forelle zu fangen.

 

Es handelte sich zwar um einen Wiesenbach von der schöneren Sorte, wobei sich erstaunlicherweise keine Fische mehr bemerkbar machten. Es waren auch plötzlich viele andere Angler unterwegs und diese Bachstrecke wahrscheindlich bereits abgefischt.  Auch die hochstehende Sonne machte uns und anscheinend auch den Forellen zu schaffen. Während dem Mittagessen entschlossen wir uns für eine Planänderung: Es gab da nähmlich noch so einen Weiher, der laut einigen einheimischen Fischern schöne Forellen beherberge. Also liefen wir ohne zu angeln bachabwärts bis wir zum Weiher gelangten. Optimistisch montierten wir einen Lucky Craft Wander und begannen die Wasserfläche abzuwerfen. Leider waren Bisse Fehlanzeige und auch das Gewässer hat uns nicht so sehr gefallen. Auch wenn angeblich kein Massfischbesatz getätigt wird, hatten wir irgendwie voll das Forellenpuff-Feeling, was definitiv nicht das war was wir wollten. Nicola schlug vor nochmals kleinere Bäche zu besuchen, wozu auch Talin nicht nein sagen konnte...

Das andere Ufer des Weihers beangelten wir deshalb daraufhin nur noch grob und unkonsentriert. Kurz bevor wir die Gewässerumrundung komplett abgeschlossen hatten, bekam Talin plötzlich wie aus dem Nichts aus voller Distanz eine richtig geile Attacke auf seinen Wander. Nach kurzer, heftiger Gegenwehr konnte Nicola schliesslich die schöne Forelle feumern.

Dank dieser ordentlichen Bachforelle von Talin hat sich der Abstecher an den Weiher doch noch gelohnt. Allerdings hatten wir deutlich mehr Bock auf die Bachfischerei und suchten daraufhin nochmals einen Bach auf.
Bei der Bachpirsch sind sehr genaue Würfe gefragt. War der Wurf gelungen, konnten wir uns zum Abschluss des Tages nochmals über viele Bisse und kleine schön gezeichnete Forellen freuen.
Auch wenn keine richtig grosse Forelle dabei war, hatten wir einen richtig tollen Tag an schönen Gewässern mit einer guten Bissfrequenz den wir bestimmt wiederholen werden.
Gruss und tl Talin

Wels Saisonauftakt in der Lombardei

Christoph Henggeler 05.03. 2017 Canali della Lombardia

Früh im Jahr zieht es unseren Wels-KK-Spezialisten Christoph bereits nach Süden, um dort das unendliche Lombardische Kanalsystem, ein verlängertes Wochenende lang, zu befischen.

Der Saisonanfang war ziemlich harzig, in der Nacht sanken die Temperaturen immer noch gegen den Gefrierpunk und Maestro Siluro war nicht wirklich in Beisslaune. Nichts desto trotz blieben Christoph und sein Freund hart am Werfen und konnten vorab mal einige Zanderbisse verbuchen und sogar einen gut 70er landen. 

Auch die folgenden 2 Tage machten sich die Welse rar, aber wer die beiden kennt, weiss das sie nicht aufgegeben haben. Ganz nach dem Moto "Nur die harten kommen in den Garten" wurde weiter gefischt und Hotspot um Hotspot angefahren bis es plötzlich mit den Bissen klappte. Leider gingen 4 von 5 Fischen verloren und nur Christoph konnte eine Wels zu einem kurzen Fotoshoting überreden.

Respekt für euer Durchhaltevermögen, Petri an Christoph und besten Dank das ihr uns an euren abenteuerlichen Fishingtrips teilhaben lässt.

 

Gruss und tl Admin ;-)   

Bacheröffnung 2017

Dominique Shorter 01.02. 2017 Pachtgewässer

So endlich, bald ist es so weit, noch 1x schlafen dann ist er da. Der langersehnte Tag im Jahr, die  Fischereieröffnung in unserem Bach.

 

Vorbereitung ist alles, also Packen, Rollen ölen, neue Schnüre aufziehen,(ich hatte mir extra noch für die Bachsaison eine neue Revo Rocket gegönnt), Vorfächer anknüpfen, Köder kontrollieren und vieles mehr. Da an besagtem Bach ein Fangfenster existiert ist es wichtig den Fisch so wenig wie nur möglich zu verletzen. Also bei allen Hardbaits Bauchdrilling weg und durch einen Einzelhaken ersetzen. Dazu unbedingt Wiederhaken abdrücken. Dadurch gehen nicht mehr Fische verloren aber sie werden weniger verletzt. Bis alles fertig ist wird es selbstverständlich wieder mal Mitternacht. Also ab in die Federn. Ausgemacht war 08.30 am Wasser wie es eben so ist stand ich um 08.15 bereit und musste noch auf die Verstärkung warten.  Zu viert hatten wir ausgemacht,  in 2er Teams loszuziehen um die Forellen zu nerven. Dabei ist zu sagen das der Bach ist sehr klein ist, ca 2.5 km lang und an der breitesten Stelle ca 1.5 m. breit, grösstenteils kanalisiert und alles andere als natürlich. Trotzdem weisst er einen guten Bestand an Bachforellen auf, und vereinzelt fängt man auch schöne Rainis. Einige Krauthechte und während der Laichtzeit auch einige Döbel die im Bach ihren Nachwuchs zur Welt bringen runden das ganze ab. Kurz nach 08.30 starteten wir also in Richtung Bachsaison 2017.

 

Nach 5 Minuten sagte ich mehr aus Spass zu meinem Teamkollegen :" Komisch 5 Minuten gefischt und noch kein Biss". Kaum den Satz beendet kam dann auch der Biss. Knallhart auf den Lucky Craft Pointer 67mm. Anschlag war unnötig der Fisch hatte sich selber gehakt. Nach 30 Sekunden der grosse Schock! Die Rücklaufsperre den brandneuen Rocket versagte und die Schnur erschlaffte. Glücklicherweise war der Fisch im Kraut in Deckung gegangen und verhielt sich mehr oder weniger ruhig,  so dass er den Haken nicht abschüttelte und ich ihn  doch noch landen konnte. Ein Traum von Fisch, irgendwo jenseits der 40 Zentimeter schnell ein Bild, und ab zurück in sein Element.

 

Nicht Lange darauf konnte ich noch eine 2. kleine Bafo überlisten, sich den Pointer reinzuhauen. Team 2 war bachaufwärts mit Gummi unterwegs, allerdings mit weniger Glück. Nach einiger Zeit besprachen wir uns und gingen zu viert zu den beliebtesten Spots. Wegen des trüben Wassers stellten bald alle auf Hardbaits um und es dauerte nicht lange bis dies auch Wirkung zeigte. Innert einer guten Stunde konnten nochmal 3 Fische abgelichtet werden. 

Da die neue Rolle weiter "rumspukte" ging ich mit ihr zurück in den Laden wo sie zur Reparatur zurückgenommen wurde. Toll, und jetzt keine Rolle mehr, da kurzerhand entschied ich mich zum Kauf einer Shimano Stradic ci4+  in der 1000er Grösse.

 

 

 Am Nachmittag ging ich dann noch alleine los, nur mit meinem Fotografen, um noch den einen oder anderen Spot etwas genauer zu befischen. Und siehe da, es war nicht umsonst, Ich konnte weiter 2 wunderschöne Bachforellen in die Maschen legen. 

 

Alles in allem eine mehr als gelungene Eröffnung. Allerdings ist dies nur mit der richtigen Bewirtschaftung und vor allem der richtigen Fischern möglich. Zusätzlich bedarf es sehr  viel Einsatz aller Beteiligten um solch ein Gewässer zu erhalten.

TL Dominique

 

Lac de Joux Seeforellen-Eröffnung

Matthias Steiner, 02.01.2017 Lac de Joux.

 

Bei einer Eröffnung steht bei mir nicht primär der Zielfisch im Vordergrund sondern das Erlebnis mit Freunden und eine neue Technik die ich angeln kann. So war es auch dieses Jahr am Lac de Joux mit der Eröffnung der Seeforelle. Wir (Räffu, Hämpu, Jan, und Tinu) reisten gemeinsam an den Lac de Joux um einen tollen Tag zusammen zu verbringen. Nun gut, ein wenig „kribbelig“ waren wir alle und ich denke jeder hoffte auf das getüpfelte Silber. Mit Räffu hatten wir einen Crack was denn See und die Fischerei betraf dabei und mit Jan einen totalen Seefo Neuling.

 

 Wir waren bereits um 0700 am See, alles war noch ruhig und dunkel um uns herum. Wir begannen uns wintertaugliche Kleidung anzuziehen und bereiteten unser Tackle vor. Ich freute mich besonders auf diesen Tag, da ich endlich die neu überarbeitete Dinoi Ora auf Seeforellen angeln konnte. Von allen wurde ich ein wenig belächeltet, „mit einer Baitcast Rute auf Seeforellen angeln, was für ein Spinner“. Mir war klar dass mein Vorhaben schief gehen konnte, hörte immer wieder Sprüche von zugefrorenen Rollen, mangelnder Wurfweite und patschnassen Händen. Das alles konnte mich nicht beeindrucken. Natürlich hatte ich mir auch so meine Gedanken gemacht, um möglichst wenig Wasser zur Rolle beim Fischen zu transportieren hatte ich extra eine neue Schnur (Sunline Castaway) aufgespult. Da neue Schnüre noch ein intaktes Coating (Ummantelung) besitzen, nimmt die Schnur wenig bis kein Wasser auf und das meiste mitgeführte Wasser tropft so beim Spitzenring wieder ab. Für die nötige Wurfweite zu erreichen hatte ich extra eine neue Spule mit weniger Schnurkapazität (keine Shallow Spule) gekauft umso das Gewicht der Spule und die Masse der Schnur zu verringern.

 

 Kaum waren ich und mein Tackle bereit stieg ich in das kühle Nass und machte meine ersten Würfe Richtung dunkler Horizont. Von jetzt an war dauerwerfen angesagt, schliesslich sagt man der Seeforelle nach, dass sie der Fisch der tausend Würfe sei.

Wir suchten mit unseren Ködern den Kontakt zu einer hungrigen Seeforelle die wir bis anhin noch nicht finden konnte. So fischten wir die ersten hundert Meter Ufer ab bis plötzlich die Rute von unserem Seeforookie Jan krumm war. Jetzt ging alles sehr schnell und schon war die erste Seefo an Land, schnell messen und ein Erinnerungsfoto machen und schon war die silberige Schönheit wieder in ihrem Element. Keine 3 Minuten später ist Jans Rute erneut krumm und eine schöne Seeforelle springt aus dem Wasser. Uns allen war klar, dass diese ein etwas grösseres Exemplar ist als seine erste. Mehrmals sprang sie aus dem Wasser und zeigte sich von ihrer schönsten Seite im Drill. Jan drillte sie jedoch souverän und ich konnte sie landen. Sie mass satte 55cm, und war unglaublich fett, eine tolle Forelle für die Küche.

 

 

 

Wir fischten noch ein wenig weiter und entschieden uns anschliessend das von Hämpu mitgebrachte „Znüni“ zu essen. Mit vollem Magen und neuer Motivation wechselten wir die Stelle nach dem Motto: Neues Spiel, neues Glück.

 

Bis jetzt konnte ich mich mit der Dinoi Ora als Gefährtin nicht beklagen, alle möglichen Horrorzenarios blieben aus. Obwohl ich zugeben muss, dass ich eine Ersatzschnur mitgenommen habe aus Angst vor diesen. Die Wurfweite war analog zu einer Spinning gleich weit mit denselben Köder und Spass machte es unglaublich. Jedoch das animieren von Jerkbaits war nicht so der Hit, da im Wasser stehend primär Schläge in die Höhe oder Seitwärts erfolgen mussten und mein Unterarm schnell mal reklamierte. Da der Wasserstand eh nicht so hoch war fischte ich meistens den Spinbait von Duo und die Unterarmprobleme waren egalisiert.

 

 Pünktlich gegen Mittag meldete sich unser Magen wieder und unser Küchen Chef Räffu bereitete uns ein leckeres Fondue zu. Wo es Essen gibt ist Löru nicht weit weg und prompt trafen wir ihn bei unserem Lager. Nach dem Essen wurde noch ein wenig gefachsimpelt und Tackle verglichen. Zum Abschluss gab es noch von Jan einen Superfeinen Apfelkuchen zum Dessert. Gemütlich klang so der Nachmittag aus und ich machte mich mit Jan, Hämpu und Tinu auf den Nachhauseweg. Räffu und Löru entschieden sich noch in die Dämmerung zu fischen, jedoch leider Erfolglos.

 

 So endete meine Seeforellen Eröffnung am Lac de Joux besser als erhofft, ich selber konnte zwar keine Forelle überlisten aber wie schon am Anfang erwähnt war das gesellige zusammen sein mit guten Freunden mir viel wichtiger als die Eröffnung an sich. Seefo-Rookie Jan konnte zwei Forellen fangen, was sollte ich noch mehr wollen.

TL Matthias

 

Field Reports 2016

Eine Woche in den Bergen

Dominique Shorter, 14.12.2016 Melchsee-Frutt, Namaycush, Wooly Bugger

Diesen Herbst habe ich mir eine Woche Bergseefischen in der Melchseefrutt gegönnt. Am 12.09.16 ging es dann mit Tackle, Hund und warmen Socken vollgepackt los. Als Domizil habe ich mir das Hotel Gemsy ausgesucht. Das Wetter war Anfangs Hammer dann leider ab Mitte Woche echt mies.

 

Oben angekommen,  schnell Angelschein besorgen, in die Bergschuhe hüpfen und mit der Fliegenpeitsche ans Wasser. Bei glasklarem Wasser konnte man Kanadier und Saiblinge beobachten die fleissig mit Nymphen einsaugen beschäftigt waren, und die Rainis gaben alles in Sachen Luftakrobatik. Kurz einen Blick unter den einen oder anderen Stein die Nymphe angepasst und los.

 

Einfaches Fischen ist anders, immer mal wieder ein Fisch der auf die Nymphe zuschwimmt, sie anstarrt und dann abdreht. Gut Nymphe klappt nicht, dann mal was verrücktes. Wooly Bugger Pink,  etwas Wind kommt auf, einige Wolken verdecken die Sonne und zack da kam der Biss.  4# Rute 0.18 Vorfach und ein dicker Kanadier am Band. (Einmal Blut schwitzen bitte.) Gefühlte 10 min. später ist der Fisch sicher gelandet. Die Strapazen des Drills waren ihm dann aber doch zuviel und somit musste er als Mittagessen für den nächsten Tag hinhalten. Gegen Abend hin mit steigender Oberflächenaktivität wechselte ich dann auf die Trockene. Fazit, zwei schöne Rainis im Wasser abgehakt und dann ging es  in der Dämmerung zurück zum Hotel. Ein feines Abendessen mit Entrecote und einem Gläschen Rotwein kam da gerade recht. 

 

Den Rest der Woche hab ich hauptsächlich im Melchsee gefischt. Hardbaits haben sich als erfolgreich erwiesen. Lucky, Illex und Daiwa, die üblichen Verdächtigen eben. Ab Mitte der Woche wollte das Wetter gar nicht mehr,  Donnerstag gabs Sturm, und Fischen wurde zu Wein, Oliven und Chips im Hotel. Zum Abschluss ging dann der Freitag als mässig erfolgreicher Tag zu Ende.

Zum Schluss hier noch ein paar Pics.

 

TL Shorty

Gute Besserung

Kai Schafer, 11.12.2012 Barsch Personal Best

Dieses Jahr stand ich leider nicht so oft am Wasser wie sonst üblich. Nachdem ich im Sommer einen Autounfall hatte, wurde ich fast den ganzen Herbst durch Viren geplagt. Als das pfeiffersches Drüsenfieber endlich abgeklungen ist, wurde eine Herzinfektion diagnostiziert. Nach einer Woche auf der Intensivstation wurde ich aus dem Spital entlassen. Um die Genesung voranzutreiben, soll ich mich erholen und mich nicht all zu fest anstrengen. Was gibt es dafür besseres, als an einem sonnigen Herbsttag, wie der
4.November es war, den Nachmittag auf dem See zu verbringen?

Gesagt, getan. Nachdem ich nach langer Zeit mal wieder mit meinem Boot den Hafen verlassen habe, steuerte ich sofort den ersten Spot an. Ich wollte schauen ob die Fische noch im oberen Gewässerabschnitt unterwegs sind, oder ob Sie bereits in die Tiefe gezogen sind.

Der altbewährte Relax Twister flog einige Male gegen den Horizont, bis es urplötzlich an der Rute zuppelte. Im Drill dachte ich zuerst an einen mittleren Zander. Doch als der Fisch an die Oberfläche kam, entpuppte sich mein Gegenüber als mein neuer Personal Best Barsch. Natürlich wurde der Gestreifte nach einem kurzen Fototermin wieder in sein Element entlassen.