Field Reports 2019

In dieser Rubrik kriegt ihr einen Einblick in den Fischereialltag unserer Team Angler oder unserer Field Reporter.

Aktuelle Fänge, Zielfischverwechslungen und Schneidergeschichten sind hier das Thema.

Viel Spass bei  Field Reports.

 

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Black Bass Eröffnung Mergozzo 2019

Ricci Gerber, 15. Juni 2019 Lago di Mergozzo

Die BB Schonzeit in Mergozzo ist vorbei, natürlich durfte ich am  15 Juni nicht fehlen und hatte einen tollen Tag mit viel Fisch über 30 cm. Das absolute Highlight waren zwei fette Bass die ich mit der Death Sticking Technik topwater anleinen konnte.

Kajak Event Mergozzo

Am 22. Juni treffen wir uns am Lago Mergozzo beim Hotel Due Palme mit Roland von Kajak-Point.ch wo ab 10 Uhr Morgens seine Fisch und Freizeit Kajaks sowie seine Stand-Up Paddles  unverbindlich und kostenlos getestet werden können.

Wir hoffen auf reges Interesse, bis Bald in Mergozzo

Kajak Test Mergozzo

Seeforellen im Werdenfelser Land

Sebastian Schwer, 1. Mai 2019 Werdenfelser Land.

Den 1. Mai wollten mein Bruder und ich diesmal abseits vom Hecht-Rummel verbringen und entschieden uns für eine Seeforellen Tour im Werdenfelser Land in Bayern. Da wir in den letzten Jahren in diesem Gebiet immer wieder schöne Forellen anleinen konnten, malten wir uns auch dieses mal stramme Schnüre und prachtvolle Forellen aus.

 

Bewaffnet über beide Ohren, traten wir in die traumhafte Manege des Alpenlandes ein und fischten konzentriert von der ersten Minute an.
Das sonnige Wetter mit wenig Wind machte uns tagsüber bei den Forellen Schwierigkeiten, wir hatten aber bereits nach kurzem Anfasser, Nachläufer und auch das bereitete uns, in dem ultra klaren Wasser, bereits jede Menge Vergnügen.
Die vielen Saiblinge, die wir immer wieder als Beifang hatten, erfreuten unsere Gemüter und waren auch für die Kulinarik ein gern gesehener Anblick.

 

Das eigentliche Ziel- die Seeforelle im Blick, klingelte der Wecker am nächsten Morgen bereits unangenehm früh, aber der frühe Vogel fängt den Wurm und so wackelten wir im Morgengrauen auf den Steinen umher, um eine der streunenden Forellen im Flachwasser zu stellen und zu überlisten.
Lange dauerte es nicht, und die erste Forelle stieg auf einen Duo Hardbait ein, die Einzelhaken hingen gut und so konnte ich eine 40+ Forelle noch im halbdunkel releasen. Als die Sonne langsam über die Berggipfel kroch, sollte es noch besser kommen! Eine Prachtforelle zog parallel zum Ufer von links in unsere Richtung, im Flachwasser tummelten sich Kleinfische, deshalb montierte ich zügigst einen kleinen Shad am Jigkopf. Ich platzierte den Köder mit einem sachten Wurf ausserhalb des Sichtfensters der Forelle, sie zog weiter ihre Bahn. Ich führte den Köder gemächlich in ihre Richtung, als bald sie den Köder bemerkte beschleunigte ich den Lure rasant, die Forelle nahm sogleich Fahrt auf und schoss in Richtung des Köders. Mir ist das Herz beinahe in die Hose gerutscht, aber ich war noch so bei Sinnen, dass ich begann den Köder zu twitchen und beschleunigte nochmal das Tempo. Das war zu viel für die Forelle, vom Ehrgeiz gepackt, stieß sie zu und ich quittierte mit einem dezenten Anhieb und öffnete unter vollem Adrenalin Pegel die Bremse. Oh yeahh, der Tanz begann.
Sie wendete die üblichen Tricks an, wand sich um die eigene Achse, sprang und zog mehrmals in die Tiefe des glasklaren Wassers.
Aber der Haken hing gut, die Schnur hielt was sie versprach und so konnte ich die Forelle stranden, vermessen und für maßig befinden.
Diese Delikatesse wollten wir uns nicht entgehen lassen und so entnahmen wir dankbar diesen herrlichen Fisch.

 

60,5cm Silber !!!
Mehr als zufrieden stärkten wir uns mit einem gediegenen Frühstück und freuten uns auf saftige Filets einerseits zum Z´nacht, anderseits wollten wir die 2. Hälfte des Fischs beizen und in ein paar Tagen genießen. Am Nachmittag starteten wir mit dem Boot los, um tiefere Spots im See befischen zu können. Auch fischten wir dieses mal noch kleinere Köder, weil wir zuvor mit größerem Materia,l eine Zeit lang keine Kontakte hatten.  An einer Insel befischten wir dann eine Abruchkante und dann kam erneute ein Einschlag, diesmal aus dem nichts, unvorbereitet und hart.
Wieder ein guter Fisch, das war sofort klar.
Ich fischte eine leichtere Rute als am Vormittag und so wurde es ein Kampf auf biegen und brechen. 2000er Daiwa Rolle, 8gramm Rute und 0,8er PE ließen den Drill spannend werden. Der Haken saß hervorragend direkt im Maulwinkel. Die Forelle schaffte es, trotz heftiger Gegenwehr, den lästigen Keitech Shad nicht loszuwerden. Der Kescher und die Handy Cam lagen bereit. Nach einer letzten heftigen Flucht direkt unter das Boot, konnten wir den Sack zumachen und hatten die nächste Prachtforelle im Netz. Das messen ergab 58cm. Ein Fisch von traumhafter Statur und Zeichnung, wohlbehalten setzten wir die Trout nach einem Erinnerungsfoto in ihr Element zurück. In diesem Moment war Petrus unser bester Homie, der Dude war zu gnädig an dem Tag. Es war perfekt, die Stimmung auf dem Boot ausgelassen und fröhlich. Mehr ging dann eigentlich nicht mehr, da waren wir uns einig und brachen unsere Session unmittelbar am Höhepunkt ab und ließen die Erlebnisse mit einem Bierchen in traumhafter Kulisse ausklingen.

 

Das war also unser Beitrag zum 1. Mai, ein gelungenem wie ich finde.
Tight Lines und viel Spaß in der Natur.

 

Ticino Trouts, die ersten Tage

Ricci Gerber, Ticino, März 2019

Die ersten Tage der neuen Forellensaison im Tessin liefen allgemein ziemlich harzig, wenig und sehr kaltes Wasser wirkten sich eher negativ auf den Appetit unsere geschuppten Freunde aus. Die besten Chancen eine Bafo zu fangen hatte man in den kleinen Seitenbächen,  im Fluss und Stausee war es sehr schwierig. Nach dem kräftigen Regen vom 2. April kommt die Sache jetzt aber langsam ins laufen und die Fangmeldungen nehmen zu.  

Marmorata-Eröffnung Piemonte

Ricci Gerber, Piemonte, Ende Februar 2019

Wie lange, wie schwer, wie alt ?

Ich weiss es nicht, aber von allem ziemlich ;-)

Eine Eröffnung an die ich mich noch lange erinnern werde. Ich habe den Fisch schon eine Woche vorher gespotet, und habe mich taktisch gut auf den grossen und tiefen Pool in dem er hauste vorbereitet. Nach einer Stunde fischen habe ich die Marmorata von einer etwa 4 Meter hohen Spundwand aus gesichtet. Nach einer etwas riskanten Klettereinlage lief dann alles wie am Schnürchen. Ich stand ca. 10 Meter hinter dem Fisch der sich in etwa 2 Meter Tiefe nahe an der Spundwand aufhielt. An den Snap montierte ich einen Jackson Artist 80 S, weil der zügig absinkt und man ihn sehr langsam rein twitchen kann. Beim 4 Wurf löste sich der Fisch von der Spundwand und kurz darauf verschwand der weisse Artist in einem grossen Maul. Der Drill war problemlos, trotz Einzelhaken ohne Widerhaken und nach 4 Minuten war die alte, abgelaichte Marmorta-Dame einverstanden kurz ein Foto zu machen.

Tight lines Ricci