Field Reports 2018

In dieser Rubrik kriegt ihr einen Einblick in den Fischereialltag unserer Team Angler oder unserer Field Reporter.

Aktuelle Fänge, Zielfischverwechslungen und Schneidergeschichten sind hier das Thema.

Viel Spass bei  Field Reports.

 

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Spin & Cast Europa Archiv: Field Reports 2017


Trout-Stalking mit Jan

Jan Schellenberg  Ende September 2018

Am 29. September, ein Tag vor Ende der Forellensaison wollte ich unbedingt nochmals ans Wasser. Also beschloss ich, mit Janik nochmals an den Forellenfluss meines Vertrauens zu gehen und die Flusssaison ausklingen zu lassen.

Um 5 Uhr morgens standen wir auf, denn wir wollten so früh wie möglich am Wasser sein.

Mit Wathosen, Baitcastercombos und Ryukis bewaffnet begannen wir kurz nach der Dämmerung mit der Fischerei.  Und es dauerte keine fünf Minuten, bis Janik auch schon die erste schöne Fario im Kescher hatte. Mit 45cm noch kein richtig kapitales Exemplar, aber auf jeden Fall ein sehr schöner Fisch. Der Anfang war gemacht.

In den Morgenstunden hatten wir eine sehr gute Frequenz und konnten viele weitere Forellen fangen, die jedoch alle die 40cm nicht überschritten. Dann mit der Zeit kam die Sonne immer mehr raus und das Angeln wurde zäher. Nun waren sehr genaue Würfe an potentielle Unterstände von Forellen nötig, um trotzdem noch einige, nicht mehr ganz so aktive Forellen rauszukitzeln.

Gegen Mittag setzten wir uns ins Gras und verdrückten die mitgebrachten Sandwiches. Gestärkt ging es dann weiter, und es dauerte auch nicht lange, bis ich einen richtig schönen Fisch im Drill hatte. Nach einigen wilden Sprüngen konnte ich die Forelle, welche exakt 50cm mass, Keschern. Der Fisch war nicht besonders schön, hatte auch eine Verletzung, aber dennoch war die Erleichterung gross. Der Nachmittag ging dann grösstenteils so weiter, wie der Morgen aufgehört hatte. Die wenigen Forellen, die wir noch fangen konnten, mussten mit präzisen Würfen in schattige Unterstände zum Biss verleitet werden. Gegen 16 Uhr kamen wir dann zu einer Stelle, wo ich schonmals einen Nachläufer von einer richtig guten Forelle hatte. Ich warf mit dem MaxRap von Rapala unter den Baum, unter dem sie damals hervorkam, und bereits nach zwei Twitches spürte ich einen heftigen Biss in der Rute. Der Anschlag sass, und ein spannender Drill begann. Als ich die Forelle bei einem Sprung das erste Mal sah, war mir sofort klar: neuer PB! Als ich nach einigen weiteren Befreiungsversuchen die Forelle im Kescher hatte, war die Freude riesig. Im Gegensatz zu der 50er, die zuvor fangen konnte, war dieser Fisch absolut makellos. Golden gefärbt, knapp 55 cm lang und sehr wohlgenährt, für mich ein absoluter Traumfisch. Selbstverständlich setzte ich sie sofort wieder zurück. Danach ging nichts nenneswertes mehr, aber das war mir sowas von egal. Was ein Abschluss von einer sowieso schon sehr erfolgreichen Forellensaison!

Im folgenden Video könnt ihr die Highlights meiner diesjährigen Forellensaison noch in bewegten Bildern sehen.

In diesem Sinne, Petri Heil und bis zum nächsten Mal Jan.

Saisonabschluss alla grande

Kai Schafer, 8.September 2018

Am Feierabend entschied ich mich für eine kurze Session am Wasser, da die Forellensaison an diesem Wochenende zuende geht.

An vertrautem Gewässer versuchte ich mein Glück mit der UL-Rute. Nach ein Paar Spots sah ich einen schönen Fisch im knietiefen Wasser des kleinen Baches lauern. Tatsächlich biss die Wunderschöne Fario. Seht selbst...

Extremadura Pikes & Bass 2018

Kai Schafer, Juli 2018.

Gemeinsam mit meinem Kumpel Thierry reiste ich ende Juli nach Spanien, genauer gesagt in die Region Extremadura, um dort während 4 Tagen an 4 verschiedenen Seen einer für uns neuen Fischart, dem Bass nachzustellen.

Kaum sind wir im Hotel angekommen, haben wir uns mit unserem Guide Daniel verabredet um das Fischen der nächsten Tagen zu besprechen. Jeder von uns hat seine eigenen Erwartungen: Thierry möchte die magische Metermarke beim Hecht knacken, ich endlich meinen ersten Bass landen.

Am nächsten Morgen wars dann endlich soweit. Dank dem top ausgerüsteten und mit einem 150 PS starken Motor angetrieben Boot ist der erste Spot schnell erreicht.

Da wir am ersten Tag ausschliesslich kleine Bass und Barben überlisten konnten, war die Devise für den zweiten Tag; neuer See – neues Glück. Am Morgen war es Meister Esox der sich zuerst an unseren Köder vergriff. Gegen Mittag fischten wir an einer ca. 30 Meter langen, versunkenen Brücke entlang. Ihre alten Pfeiler seien ein wahres Ködergrab und Rastplatz für grosse Barsche zugleich. Tatsächlich schnappte sich hier ein Grossbarsch meinen Köder und ging damit ab wie eine Rakete. Nach etlichen Sprüngen konnte der Fisch endlich gelandet werden. Das Massband zeigt genau 55cm an! Definitiv eine Bassgranate. In der Nähe der Brücke konnte ich mehrere gute Fische um die 50 cm überlisten, so auch einen weiteren 55er der sich in einem versunkenen Bunker versteckte.

Der dritte Tag ist schnell erklärt: Ein Hecht hier, ein Hecht da, Doppeldrills, Topwateraction und la Bomba höchstpersönlich.

Mit 25cm langen Gummiköder am Offsethaken ging es am letzten Tag auf Grosshechtjagd. Am morgen, wohl noch halb im schlaf, konnten wir je einen Biss nicht verwerten. Danach warfen wir unsere Köder mit dem schweren Geschütz fast 8h gegen den Horizont – ohne Fischkontakt. Auf dem Rückweg hielten wir nochmal an der Stelle wo wir am morgen zwei Bisse hatten. Aus dem Nichts knallt es plötzlich in meiner Rute. Der wahrscheinliche Monsterhecht flüchtet unters Boot und verabschiedet sich ehe wir ihn zu Gesicht bekommen… Mist! Eine gefühlte Minute später kann Thierry einen harten Biss quittierten und seinen ersehnten Meterhecht landen. Petri! Das Adrenalin schoss ihm durch die Adern während er binnen wenigen Minuten 3 weitere Hechte von diesem Kaliber in den Händen hält.

Zum Guide Daniel gibt es nicht viel zu sagen:
Ein unglaublich sympathischer Typ mit top ausgerüstetem Boot, der seine Köderboxen und Seen in- und Auswendig kennt. Die täglich liebevoll zubereitete Verpflegung und sein Situationsgerechtes Handeln runden das perfekte Guiding ab.

Bei einem gemütlichen BBQ mit Bier und sensationell zubereitetem Fleisch in Daniel’s Garten geht unsere Reise zu ende.

 

Gruss und Tight Lines Kai

Apertura Black Bass Mergozzo

Ricci Gerber, Mai 2018, Mergozzo

Die BB Eröffnung in Mergozzo gehört bereits zur Vergangenheit. Die Fische waren aktiv und mir gelange der Fang von einigen schönen Schwarzbarschen. Generell wurde in den ersten Tagen gut gefangen, leider aber  auch von den Kochtopfanglern. Persönlich freute mich  besonders einige alte TJ Freunde (mit Patent) wieder gesehen zu haben und das mir beim Topwatern ein 80+Hecht auf einen Walk the Dog Bait eingestigen ist. Mehr Infos zur Fischerei in Mergozzo findet ihr hier.

Gruss und tl Ricci

Der Hecht-Mai am Luganersee

Ricci Gerber, Mai 2018, Lago Ceresio

Nebst der üblichen Swimjig und Jighead-Fischerei kamen diesmal auch Swimbaits zum Zuge. Eine tolle und sehr spannende Art, hochstehende Hechte, unter den Booten oder aus  umgefallenen Bäumen zu locken und sie zum Anbiss zu verleiten. Die Bisse auf Sicht, sind Adrenalin pur !!!

 

In dieser Grösse gehen sie ab wie Raketen...       Klassisch auf Swimjig....                                        Auch die kleineren mögen happige Swimbaits. 

Der Überhecht, gefangen mit einem Gan Craft JC 178 auf Sicht !! Krasser Biss und krasser Drill !! Ein fetter Bass der sich einen Swimbait von Savage Gear am Titanvorfach reingesaugt hat...Soll vorkommen :-)

Gruss und Petri

Ricci

Jan`s  Forelleneröffnung 2018

Jan Schellenberg 26.03.2018

Mit dem 1. März nahmen 5 Monate bitteren Wartens endlich ein Ende. Für einen komplett in die Bachforellenfischerei vernarrten Jugendlichen wie mich gibt es nichts schöneres, endlich wieder am Fliessgewässer stehen und den Rotgetupften nachstellen zu dürfen, sei das mit Wobblern, Gummifischen, Köfis oder der Fliege.  Ich verbrachte die Eröffnung dieses Jahres an meinem Hausgewässer, der Limmat. Das Wasser war noch enorm kalt und dementsprechend waren die Forellen auch komplett inaktiv. Der gesamte Verein brachte an diesem Tag nur eine Forelle raus, wobei diese ahnscheinend auch nie gesehen worden war… ;-) Da auch in den Tagen darauf so gut wie nichts gefangen wurde, mache ich mir, auch wenn das Wasser noch kalt ist, etwas Sorgen um die Forellenbestände an der Limmat. Denn einige Fische wurden eigentlich besonders an der Eröffnung immer gefangen.  Dieses Jahr jedoch haben wir bald April, und die Anzahl gefangener Forellen an unserem Revier lässt sich noch immer an einer Hand abzählen. Bedenklich… Durch diese schlechten Erfolge entschloss ich mich dazu, der Sihl einmal einen Besuch abzustatten. Vielleicht hatte ich da ja mehr Erfolg.

Doch auch am wunderschönen Sihlsprung waren die Forellen noch im Winterschlaf, zwei Bisse auf Wobbler waren die einzigen Aktionen, die ich verzeichnen konnte. Wo sollte ich also meine erste Forelle der Saison fangen? Auf Instagram sah ich, dass ein Kollege eine schöne Forelle fangen konnte, und kurzerhand entschlossen wir, am Tag darauf mal zusammen loszuziehen. Und dann, nach einigen Würfen am selben Spot, an dem bereits er am Tag zuvor seine Forelle gefangen hatte, konnte ich endlich den ersten Biss verwerten und eine schöne, knapp 45 cm lange, jedoch sehr schlanke Bachforelle landen. Nach kurzem Fototermin wurde sie selbstverständlich zurückgesetzt. Gebissen hatte sie auf den Duo Ryuki 60S in der brandneuen Farbe "Vairone ND", von welcher ich von Anfang an fest überzeugt war. Und ich bin mir sicher, dass in der nun folgenden Saison noch einige Forellen diesem Köder nicht widerstehen werden können. In diesem Sinne wünsche ich euch viel Erfolg am Wasser und ein dickes Petri Heil!

Kurztrip an den Palagnedrasee

Ricci Gerber 19.03.2018

Lufttemperatur: 3°

Wassertemperatur: 6°

Köder: Lucky Craft Lightning Pointer 98

Fisch: Fario 60cm   ;-)  no comments

Forelleneröffnung Ticino 2018 " Back to the Roots"

Ricci Gerber 17.03.2018

Der lang ersehnte Tag, mit einem neuen Objektiv, nämlich, in Kleingewässern mit Spoons die ersten Forellen der neuen Saison zu fangen.  Die Aufgabe war eigentlich leichter als ich mir vorgestellt hatte, die erste Forellen gingen schnell mal an die langsam geführten Mini-Blinker. Wen verwundert es, die Teile habe ja schon Forellen gefangen noch bevor es Rapala, DUO, Lucky Craft und Co. gab. In diesem Sinne "Back to the Roots".

 

Best Lure of the Day: Wave Red-Black aus unserer Anglerwerkstatt.

Gruss und Tight Lines Ricci