venatus silurus glanis

Christoph ist beinahe in Norditalien zu hause.

Das Welsfieber hat in gepackt und deshalb ging es in der Saison 2016 öfters mal in Richtung der grossen Ebene.

Wels auf KuKö ist gar nicht so einfach, aber machbar wie wir sehen werden, dazu kommen natürlich noch Zielfisch Verwechslungen die auch nicht von schlechten Eltern sind.

Viel Spass mit den Pics und original Kommentaren von Spin & Cast Europa Teamfischer Christoph.

  

Mein erster "richtiger" Zander ;-)

 Als nächstes wechselten wir in eine Flache Bucht mit viel Cover. Man sah immer wieder mal Fische jagen, wir wussten aber nicht was es war. Auf einmal sehe ich ein paar Meter vor mir ein Bass chillen. Den Basirisky durchgezogen und Bammm. Yess der hängt. Leider aber wieder kein Wels.

 Auf den weissen 14er Rapala x-Rap kam dann wie aus dem Nichts ein guter Hit mitten in der Hauptströmung. Sofort liessen mich die Anfangs starken Schläge an einen kleinen Wels hoffen. Mit der starken Rute hatte ich den Fisch nach einer halben Minute an Land, wo mein Kumpel ihn feumerte. Zielfisch verpasst Volume 3.0 ..Natürlich war ich trotzem mega happy, da dies mein erster Rapfen überhaupt war. Wir haben ihn nicht gemessen, Wird wohl zwischen 65-70cm gehabt haben.

 Fast im Minutentakt hatten wir Bisse. Die Zander jagten die Fischchen zum Teil bis 1m vor unsere Füsse. Insgesamt fingen wir gegen 10 Fische.

Unseren Wels hatten wir aber trotzdem noch nicht. Wir gingen zu einem Kleinen Hafen mit einem Wassereinlauf. Diesen Spot hatten wir bei Tag schon erfolglos befischt. Die jagenden Fische die wir bei Ankunft gesichtet haben, stimmten uns jedoch sehr positiv. Tatsächlich ging es nur wenige Würfe, bis ich einen brachialen Biss hatte. Trotz der 5oz Swimbaitrute hatte ich mühe, den Fisch zu forcieren. Zu allem Übel begann er, unter die Betonplattform zu ziehen. Die Schnur ripschte stark an der Steinkante. Nun war ich mehr als froh, dass auf meinen Hecht-Mulirollen 35kg Power pro drauf sind. Nach ungefähr unendlich langen 10 Minuten war der Wels zum landen parat. Mit einem etwas mulmigen Gefühl griff ich dem Wels kurz nach Mitternacht ins Maul. Glücklichweise hatten wir extra Handschuhe mitgenommen. YESS, finally i made it !!!

Sofort fuhren wir den Spot an, wo ich letztes Mal den Wels gefangen habe. Schon nach wenigen Würfen kam das Tock und ich konnte meinen neuen PB Zander mit 77cm feumern . Leider konnte ich den Drill nicht geniessen, da ich mit der schweren Welsrute gefischt habe.

Entgegen dem Wetterbericht war es extrem heiss und die Sonne brannte wie blöd vom Himmel. Dies wirkte sich leider auch relativ negativ auf das Beissverhalten aus. Einzig im Cover hatten wir locker ein Dutzend Blow Ups von Bass auf unsere Frösche.

Zum Abschluss fischten wir das grösste Wehr von Mantova ab. Wir hatten 2,3 Welsbisse, könnten aber keinen verwerten. Dafür hat ein fetter Bass den 14er Xrap hinten im Tunnel gepackt.

Wenig später konnte ich den ersten Rapfen verhaften. Der übermütige Kerli packte meinen weissen 14er Rapala beim Aufprall im Wasser.

Wir hatten noch ein paar Fehlbisse und machten uns auf zum nächsten Spot. Letztes Mal hatten wir dort keinen Biss. Wir wussten aber, dass es hier Fisch haben muss. Tatsächlich ging es nicht lange, bis bei mir der erste Siluro einstieg.
Leider kein grosser, aber immerhin Wels.

Danach versuchte ich es vertikal direkt beim Schleuseneinlauf. Man konnte von dort direkt unter der Rutenspitze einem ca. 120cm grossen Wels beim Jagen zusehen. Leider interessierte er sich kein bisschen für meinen Köder. Einen Biss hatte ich trotzdem und staunte nicht schlecht, als der Fisch an die Oberfläche kam. Da hat sich tatsächlich ein feisser Rapfen den 6inch Shad geschnappt.

Nach einer handvoll Durchschnittszander machten wir eine kleine Pause und genehmigten uns eine Lunte. Kaum hatten wir wieder zu Fischen begonnen, kam bei mir das Tock. Und was für eines. Die Welsrute krümmte sich und ich musste die Bremse lösen, dass der Fisch nicht ausschlitzt.Als wir das erste Mal die Flanke sahen, fiel uns fast das Herz in die Hosen. Zum Glück hing der Köder gut und bald war der Überzander im Feumer.

Es war Zeit um langsam den Rückweg anzutreten. Unterwegs fischten wir wie immer noch diverse Spots an, leider ohne Erfolg. Wir fanden dann tatsächlich noch ein Honeyhole. Leider nicht mit Fischen sondern mit Krebsen.  :-)

Ausser ein paar Fehlbissen hatten wir den ganzen Tag keine Bisse mehr. Am Nachmittag standen wir bereits um 16:00 am Hotspot, um uns den Platz zu saven. Geschlagene 4h biss kein einziger Fisch. Hatten wir uns doch so auf eine böse Beisszeit in der Dämmerung gefreut.
Ab 20:00 bissen dann immerhin ein paar kleine Zander. Insgesamt fingen wir ca. 10 Stück, wovon genau einer über 45cm war. Dieser hatte es aber in sich. Wieder war ich der Glückliche. Den Fisch habe ich nicht mehr gemesse, hatte aber wohl seine 75cm.

Es war eher ein Verzweiflungsakt, als wir mitten in der Nacht noch den einen Spot ansteuerten, wo ich meinen ersten Padana Wels überhaupt gefangen habe. Mittlerweile hat es auch noch zu regnen begonnen. Kaum angekommen, sah ich im schwachen Licht der Hafenlampe einen ca. 150cm Wels davonschwimmen. Schnell zum Auto gerannt und die Welscombo gepackt. Als Köder entschied ich mich für einen weissen 5,8 Swinger. Hätte ich den Wels nicht gesehen, wären wir wohl ohne zu Fischen weitergezogen. Ehrlich gesagt rechnete ich nicht mit einem Biss. Ich wollte schon fast gehen, als nach 5 Minuten tatsächlich der erhoffte Einschlag kam. Sofort schlug die grosse Schwanzflosse auf dem Wasser auf. Ich schrie zu meinen 2 Kollegen rüber "Ich hab ihn" !!
Danach tauchte der Wels ab und zeigte sich erst beim Feumern wieder. Ich liebe Welsbisse  !!!
Ich vermute, dass der Wels den ich gefangen habe ein anderer war, als derjenige, den ich gesehen hatte. Mir wars egal, denn mit 131cm trotzdem mein neuer PB. Fuck yeah.