Schweden 2016

Ein lang ersehnter Traum geht in Erfüllung. Raffael und ich sind nach Schweden gereist um 2 Wochen dort zu angeln. Da ich bekannte aus Schweden habe war die Frage der Unterkunft schnell geklärt. Wir durften 2 Wochen bei der Mutter einer guten Freundin wohnen.

 

Um die Reise nicht all zu langweilig zu gestalten hatten wir extra noch einen Flug nach Stockholm gebucht anstatt nach Göteborg. Wir wurden dann von unserem Gastgeber liebevoll aufgeklärt, dass zwischen Stockholm und Göteborg ca. 480 Km schwedischer Boden und Gewässer liegt. Also wurde schnell ein zusätzlicher Flug gebucht und ein wenig geflucht, da uns diese 480 Km ein Tag Angeln kostet.

Kaum hatten wir das erste Problem gelöst kam das zweite auf uns zu. Bei mir wurde 3 Tage vor unserem Abflug noch eine abklingende Lungenentzündung diagnostiziert. Nach dem ich meinem Arzt versichert habe, wie gesund die Schwedische Luft ist, gab er mich für die Reise frei.

 

Wir reisten mit über 100Kg Gepäck und waren sehr erstaunt, dass es keine Probleme mit Übergewicht gab, nicht mal mit EasyJet. Da alles so problemlos ablief und uns dass viel zu einfach ging, konnten wir die Schwedischen Airlines in Stockholm noch überzeugen ein wenig zu streiken. So konnten wir bei unserer Anreise noch ein wenig länger dort verweilen. Irgendwann später hatte unsere Anschlussflugairline doch noch Erbarmen und wir erreichten mit deren Hilfe schlussendlich doch noch Göteborg.

 

Am nächsten Tag war mal auspacken,sortieren und Auto mieten angesagt. In Varberg machten wir uns auf die Suche nach einem Tackleshop um ein wenig Insiderwissen über die örtlichen Gewässer zu erhalten. Schnell wurde uns klar, dass wir uns in der Schweiz glücklich schätzen können mit unseren Shops. Die besten Infos wie auch Tacklesouvenirs fanden wir in einer Tankstelle.

Da in einem Radius von ca. 15Km von unserer Unterkunft sich 7 Seen befanden, starteten wir diese zu beangeln.

 

Zuerst mal vom Ufer und es verging keine 5min bis meine Rute sich krümmte. Am anderen Ende kämpfte ein starker Hecht der einfach nicht zu uns raus kommen wollte. In der Überzeugung meinen ersten Meterfisch an der Angel zu haben. schrie ich zu Räffu: „dä het dr Meter, dä het dr Meter!" Der Hecht erbarmte sich meiner und ich konnte ihn von Hand landen. Leider verlor dieser ganze 20cm an Größe und wurde nur noch mit 80cm vermessen. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich mit einer M Rute angelte und verweise ebenfalls auf meine abklingende Lungenentzündung. Noch heute höre ich sobald ich im Drill mit einem Hecht bin:

 

 

 „Dä het dr Meter!!!".

 

Die Tage beangelten wir fast alle 7 Seen, teils vom Ufer aber meistens mieteten wir ein Boot. Manche Boote waren mit einem kleinem Motor ausgerüstet und manche wurden von uns mit einem 2-Ruder-Einmann-Motor gepimpt.

 

Da ich immer noch ein wenig angeschlagen war, wurde der oben beschriebene Motor durch Raffael bestückt.  ;-)

Schnell fanden wir unseren Lieblingssee und beangelten diesen intensiver. Wir konnten richtig fette Barsche fangen und auch bei den Hechten gingen wir nicht zu kurz aus. Leider reichte es nicht denn Meter zu knacken. Sehen konnten wir die Meter Hechte, sie verfolgten unsere Köder bis zum Boot, nickten uns zu und Schwammen zurück in ihr Versteck. Räffu setzte auf Swimbaits bei den Hechten und ich angelte meistens mit Jerkbaits. Bei den Barschen waren wir uns einig diese mit Gummis zu verführen. Egal ob T / C Rig, jigen, die Barsche bissen zuverlässig. Auch über die Größe konnten wir uns nicht beschweren.

 

Barsche und Hechte konnten wir abhaken, jedoch wollten wir ein Tripple und so fehlte uns noch der Zander, auf schwedisch Gös geschrieben und wird „Jös" ausgesprochen und nicht „Gös". So suchten wir im Internet nach einem guten Zandergewässer und fanden den See.

 

Wir beschlossen diesen See 2 Tage auf Zandern zu beangeln. Leider windete es so stark, dass wir nicht dort angeln konnten wo wir wollten sondern dort wo es der Wind uns gewährte.

Ich angelte vorwiegend vertikal auf Zander und Raffael jigte. Das jigen stellte sich Erfolgreich raus und ich blieb Schneider. Am zweiten Tag überredete mich Raffael auch mal zu jigen und so konnte ich meinen ersten und letzten Zander in Schweden fangen. Ein wahrer Monsterzander war es. :-) Die Bisse waren stets brachial aber im Drill waren wir uns nie sicher ob nun ein Fisch am Haken hängt oder doch nur ein Ast.

 

Viel zu schnell war das Schweden Abenteuer zu ende und wir mussten die Heimreise antreten. Aber Schweden es sei dir gesagt, wir kommen wieder.

 

So ihr habt alles brav gelesen und nun könnt ihr euch noch ein wenig an einem Schweden Picdump erfreuen, peace and out.